Der gekaufte Kaiser – Die Krönung Karls V. und der Wandel der Welt

Im Jahr 1520 reisen zwei bedeutende historische Persönlichkeiten nach Aachen: Karl V., der im Dom  feierlich zum König gekrönt werden soll, und Albrecht Dürer, einer der größten Künstler seiner Zeit. Dürer will den frisch gekrönten König und „erwählten römischen Kaiser“ dazu bewegen, die Privilegien zu  erneuern, die er mit dem Tod von Kaiser Maximilian I. eingebüßt hat.

23. Oktober 1520: Karl V. wird im Dom zu Aachen zum König gekrönt – wie mehr als 30 andere deutsch-römische Könige von 931 bis 1531. In Pomp und Pracht lässt der „Herbst des Mittelalters“ hier seinen späten Glanz erstrahlen. Doch Karl V., auf dem Weg zum mächtigsten Herrscher der Welt, steht als Nachfolger des „letzten Ritters“ Maximilian I. bereits für eine Ära des Umbruchs, für die bröckelnde Fassade eines bis dahin unerschütterlich scheinenden Weltgebäudes. Schon seine Wahl durch die Kurfürsten geht alles andere als glatt über die Bühne. Nur durch eine bis dahin beispiellose Bestechungskampagne – in erster Linie finanziert durch Jakob Fugger – gelingt es Karl, seinen Rivalen Franz I. von Frankreich auszubooten und sich die Krone zu sichern – und die Wahl zum Kaiser gleich dazu. (Die feierliche Krönung zum Kaiser wird freilich erst Papst Clemens VII. im Jahr 1530 in Bologna vornehmen.)

Das Centre Charlemagne rückt in seiner Ausstellung „Der gekaufte Kaiser – Die Krönung Karls V. und der Wandel der Welt“ die Krönung Karls V. zum deutsch-römischen König und „erwählten römischen Kaiser“ in den Blickpunkt – den prunkvollen Aufstieg und tiefen Fall des ersten globalen Imperiums.

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Der gekaufte Kaiser – Die Krönung Karls V. und der Wandel der Welt
23.10.2020- 24.01.2021
Centre Charlemagne - Neues Stadtmuseum Aachen
Katschhof 1
52062  Aachen
Meer info: www.route-charlemagne.eu/