Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen „Bocholt Pride e.V.“ und der niederländischen Initiative „Achterhoek Pride“ hat dem Grenzlandpreis 2025 gewonnen.
Im Rahmen der Grenzlandkonferenz im niederländischen Sittard würdigte die Jury das gemeinsame Initiative, welches die Sichtbarkeit der LGBTI+-Gemeinschaft in der ländlichen Grenzregion stärkt. Das mit 5.000 Euro dotierte Projekt gilt als Vorbild für das gesellschaftliche Zusammenwachsen beider Länder.
Der Grenzlandpreis wird an Projekte verliehen, die die Zusammenarbeit zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden auf innovative Weise fördern und sich in den Bereichen Kultur, Wirtschaft oder Soziales engagieren.
Beworben hatten sich für die diesjährige Auszeichnung die niederländische Nachbargemeinde Oost Gelre gemeinsam mit dem Verein „Bocholt Pride e.V.“. Die Kooperation startete im Frühjahr 2025 mit dem Ziel, queere Sichtbarkeit und Inklusion systematisch in der gesamten Grenzregion voranzutreiben.
Durch gemeinsame Aktionen sind nachhaltige Kontakte zwischen der niederländischen und der deutschen queeren Community entstanden, die dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und Isolation zu vermindern.
Die Jury erkannte in dem Projekt einen besonderen Vorbildcharakter für Europa, da es gesellschaftliche Tabus breche und ein inklusives Netzwerk in einer ländlichen Struktur etabliere, in der Angebote für LGBTI+-Personen sonst eher selten zu finden sind.
Die nächste Grenzlandkonferenz des Landes Nordrhein-Westfalen und der Niederlande wird im Dezember 2026 in Bocholt stattfinden. Zu diesem Anlass werden rund 600 Interessierte aus der grenzübergreifenden Zusammenarbeit erwartet. Die Vorbereitungen laufen bereits.


