Bei Ausgrabungen in der römischen Stadt Ulpia Noviomagus in Nijmegen wurde ein großer Teil eines römischen Badehauses freigelegt.
Das fast 5.000 Quadratmeter umfassende Badeareal stellt die größte historische Thermenlandschaft der Niederlande dar. Weiterhin wurden Teile von römischen Stadtwohnungen, Straßen und einem Turm sowie zehntausende Objekte gefunden, die auf einen hohen Wohlstand hinweisen, wie Schmuck, Haarnadeln oder Münzen.
Das Badehaus zeigt, wie wohlhabend und entwickelt die römische Gesellschaft in den Niederlanden bereits vor fast 2.000 Jahren war. Römische Badehäuser waren nicht nur Orte zum Waschen, sondern auch soziale Treffpunkte für Erholung, Sport und Begegnung. Die Badeanlage war mit Marmor und Wandmalereien ausgestattet und verfügte über eine Fußbodenheizung. Teile waren bereits früher bekannt. Die Größe habe die Archäologen jedoch überrascht.
Die Ausgrabungen zeigen, dass dieser Stadtteil bis weit ins 3. Jahrhundert n. Chr. hinein aktiv genutzt wurde. Dies gilt sowohl für das Badehaus als auch für die nördlich davon, zur Flussseite hin gelegenen Gebäude. Mit einer Fläche von mindestens 4.900 m² war der gesamte Badehauskomplex von Ulpia Noviomagus mindestens doppelt so groß wie die zuvor untersuchten öffentlichen Badehäuser in den römischen Städten Forum Hadriani (2.200 m²; Voorburg bei Den Haag) und Coriovallum (2.500 m²; Heerlen).
Einige der Fundstücke werden ab dem 29. Juni in einer Vitrine im Foyer des Rathauses von Nijmegen ausgestellt. Die Entdeckungen wurden von Archäologen der Forschungsunternehmen RAAP und BAAC gemacht und die Ausgrabungen sollen im Sommer abgeschlossen werden. Ein Teil der Ruinen soll erhalten bleiben. https://www.baac.nl/https://www.raap.nl/ (KI Text)


