Im Rahmen des grenzüberschreitenden Projekts DIWA (Drought Strategies in Water Management – deutsch: Trockenheitsstrategien in der Wasserwirtschaft) arbeiten deutsche und niederländische Landwirte gemeinsam an ein besseres Gleichgewicht in Wasserrückhaltung.

Unter der Leitung der niederländischen Waterschap Rijn en IJssel und des deutschen Kreises Borken besuchten mehr als zwanzig landwirtschaftliche Unternehmer die Betriebe des jeweils anderen, um sich über erfolgreich umgesetzte Wasserrückhaltemaßnahmen zu informieren. Das Treffen zeigte, dass die Niederlande und Deutschland im Bereich der Wasserrückhaltung viel voneinander lernen können.

Denn es gibt Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede. In den Niederlanden wächst das Interesse an Maßnahmen auf Parzellenebene, was in Deutschland schon seit längerem Standard ist. Deutsche Wasserwirtschaftler und Landwirte beobachteten mit Interesse den großräumigeren gebietsbezogenen Ansatz, der in den Niederlanden häufiger angewendet wird.

Während in Deutschland der Fokus bisher vor allem auf einzelnen Flächen und dem Einsatz steuerbarer Drainagen liegt, konzentriert man sich in den Niederlanden eher auf das Wassersystem, unter anderem durch den Bau von Wehren. Beides ist notwendig. 

Der Einsatz eines Bodenkundlers (Berater für Boden und Wasser) ist unerlässlich. Im Rahmen des Pilotprojekts „Wasserrückhaltung in der Grenzregion” wird dieser Experte gemeinsam eingesetzt. Auf diese Weise wird nicht nur Wissen am Küchentisch und vor Ort ausgetauscht, sondern auch zwischen den kooperierenden Partnern. Beide Länder sind sich auch über die zunehmende Bedeutung der Landwirte einig. Das gemeinsame Handeln und Lernen ist ein wichtiger Ausgangspunkt.

Im Interreg-Projekt DIWA arbeiten die folgenden zehn Partner zusammen: Waterschap Vechtstromen (Leadpartner), Waterschap Rijn en IJssel, Provincie Gelderland, Universiteit Twente, Kreis Borken, Kreis Steinfurt, Landkreis Emsland, Landkreis Grafschaft Bentheim, Vechteverband und die EUREGIO.