Vom Straßentest zur Listung bei Großkunden. Das junge Unternehmen Glowkitchen wächst mit veganem Bananenbrot.

Der Anfang lag auf der Straße. Hanna, Marc, Charly und verteilten 200 Scheiben Bananenbrot und fragten die Passanten, ob sie das Brot kaufen würden. Die Resonanz war überwältigend: 90 Prozent wollten das Produkt kaufen, und die Preisvorstellungen passten auch. Fünf Jahre später beliefert ihr Unternehmen, Kunden wie Lufthansa, die Deutsche Bahn, über 500 Filialen von Edeka und Rewe sowie Biomärkte.

Gründerin Laura Knüfermann beschreibt den Weg dorthin als „eine Achterbahnfahrt“. Denn starkes Wachstum ohne Investoren sei nicht immer einfach, „und das in Jahren mit stark steigenden Rohstoffpreisen.“ Es gab, erklärt Knüfermann, „sogar vier Situationen, in denen ich dachte, am nächsten Tag wäre es für uns vorbei.“ War es aber nicht. Mit Hartnäckigkeit, Ideenreichtum, Fleiß und dem richtigen Produkt zur rechten Zeit brachten sie ihr Unternehmen weiter.

Im Dezember 2025 überzeugte das Glowkitchen-Team aus Munster die Jury beim MUT Gründungspreis NRW und belegte den ersten Platz. Das Preisgeld von 20.000 Euro geht komplett in die Markteinführung des nächsten Produktes, die für das zweite Quartal 2026 geplant ist.

Keiner der vier ist Marketingprofi: Laura Knüfermann und Johanna Schlitt haben Ökotrophologie studiert, Charlotte Mosler ist Heilpraktikerin, Marc Wetzel hatte Vertriebserfahrung, allerdings in einem anderen Bereich.

„Bananenbrot wurde in Deutschland während der Corona-Krise bekannt, weil viele es zuhause gebacken haben“, freut sich Knüfermann, dass sie das Produkt inzwischen nicht mehr auf Fachmessen erklären muss.

Die Qualität in vegan und bio ist allerdings noch nicht so sehr verbreitet, vor allem nicht im Einzelhandel. „In Ländern wie Australien, Großbritannien und Neuseeland ist Bananenbrot längst ein fester Bestandteil im Kuchenregal des Einzelhandels“, weiß Johanna Schlitt.